Kunstausstellung Golpe#10

Öffnungszeiten:
Jeden Tag von 16.00 bis 20.00 Uhr ausser am Freitag 14. Juni in Solidarität mit dem Frauenstreiktag

Am 28. Juni 2019 jährt sich der Präsidentensturz in Honduras bereits zum zehnten Mal. Seit 2009 haben Gewalt und die Militarisierung des Landes, unzählige Menschenrechtsverletzungen, Armut, Arbeitslosigkeit, Extraktivismus und Migrationen mit einer beschleunigten und alarmierenden Geschwindigkeit zugenommen.

Ebenfalls ist die Mordrate seit dem Präsidentensturz drastisch angestiegen und Honduras gehört seitdem zu den Ländern mit den höchsten Mordraten weltweit. Davon betroffen sind speziell Journalisten, Menschenrechtsverteidigerinnen und Indigen, wie die Ermordung der Umweltaktivistin Berta Cáceres im März 2016 auf schreckliche Art zeigte.

Die Reaktionen auf den Präsidentensturz aus er Kunstszene kamen unmittelbar: Künstlerinnen und Künstler gingen auf die Strasse, protestierten, organisierten sich in Gruppen und entwickelten kritische Vorschläge angesichts der Gleichgültigkeit, der Medienmanipulation, sowie des Machtmissbrauchs und der Repression. Daraufhin reagierte die Regierung mit der endgültigen Streichung der staatlichen Unterstützung für die kritischen KünstlerInnen. Seitdem überleben sie nur dank der Grosszügigkeit der lokalen Gemeinschaft und der Eigenfinanzierung.

Golpe #10 ist eine kollektive Ausstellung mit zehn honduranischen KünstlerInnen und einem Schweizer Künstler, die durch ihre Kunstwerke den politischen sowie sozialen Einfluss des Präsidentensturzes in Honduras vom Jahr 2009 repräsentieren; durch Fotografien, Videos, Performance und Installationen.

Die Ausstellung umfasst Kunstwerke zu den Themen Korruption, Militarisierung, politische Verfolgung, Vulnerabilität durch Naturkatastrophen, unfreiwillige Migrationen, geschlechtsbezogenen Gewalt sowie Extraktivismus.

Informationen zur Ausstellung sind neben Deutsch (Flyer und Poster) auch auf Französisch (Flyer und Poster), sowie auf Englisch verfügbar (Flyer und Poster).